Die EU leitet eine Untersuchung wegen chinesischer EV-Subventionen ein

In einer Bewegung, die an ein Pokerspiel mit hohen Einsätzen erinnert, kündigte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, eine formelle Untersuchung der chinesischen Subventionen für Elektrofahrzeuge an. Es wird behauptet, dass die Subventionen die Preise künstlich senken und den Weltmarkt mit preisaggressiven chinesischen Autos überschwemmen, wodurch es für europäische Hersteller schwierig wird, im Wettbewerb zu bestehen, da sie solche Subventionen nicht erhalten.

China ist eine Brutstätte für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Staatliche Anreize für Käufer und Hersteller haben bei Unternehmen wie BYD, MG und Nio zu einem Anstieg geführt. Diese Autohersteller bereiten sich darauf vor, ihre europäische Präsenz auszubauen, was etablierten Giganten wie Stellantis und Volkswagen möglicherweise Konkurrenz machen könnte.

Stellen Sie das nun dem Green-Deal-Plan der EU gegenüber, der im Wesentlichen Autos mit Verbrennungsmotoren bis 2035 verbietet. Dieser aggressive Übergang zu umweltfreundlicheren Technologien, gepaart mit der Überprüfung der Regeln für staatliche Beihilfen, um massiven Subventionen von Ländern wie China entgegenzuwirken, macht die neue Untersuchung der EU zu einem echten Problem etwas weniger überraschend.

Die EU leitet eine Untersuchung wegen chinesischer EV-Subventionen ein

EU-Beamte wie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck betonen, dass es nicht darum gehe, effiziente Billigautos fernzuhalten. Vielmehr geht es darum, einen fairen Wettbewerb sicherzustellen.

Die EU leitet eine Untersuchung wegen chinesischer EV-Subventionen ein

Aber warum drängen chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen nach Europa? Da sich die Preiskämpfe im Inland verschärfen und Gewinne weiterhin ausbleiben, bietet Europa einen lukrativeren Markt. Vor allem, wenn man das bevorstehende EU-Verbot für Verbrennungsmotoren bedenkt.

Dieser Schritt ist jedoch nicht ohne Kritiker. Carlos Tavares, CEO von Stellantis, schlägt vor, dass die EU ihre lokalen Hersteller unterstützen sollte, die Schwierigkeiten haben, mitzuhalten. Umgekehrt agieren Automobilhersteller, die stark von chinesischen Verkäufen abhängig sind, wie Volkswagen, BMW und Mercedes, vorsichtig. Eine angespannte Handelsbeziehung könnte sich nachteilig auswirken.

Während die EU-Untersuchung voranschreitet, wird die Kommission damit beschäftigt sein, Beweise zu sammeln, um festzustellen, ob gegen Antisubventionsvorschriften verstoßen wurde. Sollten sie Unstimmigkeiten feststellen, könnten Maßnahmen wie die Einführung vorläufiger Zölle auf chinesische Elektroimporte in Sicht sein.

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2023-09-14 14:17