Lucid Motors entwickelt ein geldbeutelfreundlicheres Elektrofahrzeug

Lucid Motors, ein in Kalifornien ansässiger Hersteller von Elektrofahrzeugen, brennt offenbar darauf, mit Teslas aktualisiertem Model 3 in den Ring zu steigen. CEO Peter Rawlinson hat kürzlich angedeutet, dass das Unternehmen die Absicht hat, ein günstigeres Auto auf den Markt zu bringen.

Die Luxuslimousine Air, derzeit das Flaggschiff von Lucid Motors, beginnt bei 77.400 US-Dollar für die Pure-Variante und steigt bis zu 249.000 US-Dollar für die Air Sapphire-Edition. Rawlinson erklärte in einem Interview, dass es bei der Einführung der Marke mit einem High-End-Produkt vor allem darum ging, die Aufmerksamkeit der Investoren zu erregen, aber nun sei sie bereit, niedrigere Marktsegmente abzudecken.

Lucid Motors entwickelt ein geldbeutelfreundlicheres Elektrofahrzeug

Im Juni 2023 kündigte Lucid Motors eine Mittelbeschaffung in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar an, wobei der Löwenanteil aus dem öffentlichen Investitionsfonds Saudi-Arabiens stammt, der nun 60 % der Anteile von Lucid Motors besitzt. Mit dieser Unterstützung ist Rawlinson’s zuversichtlich, dass das Unternehmen ein Auto mit breiter Anziehungskraft entwickeln und dann genügend Einheiten herstellen kann, damit sich das Ganze lohnt. Der geschätzte Preis des Modells beträgt 50.000 US-Dollar.

Bevor Rawlinson das Lucid Motors-Abzeichen trug, war er Teil des Tesla-Ensembles. Er war maßgeblich an der Entwicklung des NACS-Steckers (North American Charging Standard) beteiligt. Angesichts seiner früheren Assoziationen ist es seltsam, fast ironisch, dass Lucid Motors nicht auf den Tesla-Ladewagen-Zug aufgesprungen ist. Während mehrere Automobilgrößen dem Beispiel von Ford gefolgt sind und das NACS ab 2024 eingeführt haben, muss Lucid diesen Apfel noch anbeißen. Aber Rawlinson, immer der Diplomat, behauptet, er sei „aufgeschlossen“ und wäge alle Optionen ab.

Lucid Motors entwickelt ein geldbeutelfreundlicheres Elektrofahrzeug

In Bezug auf das Laden und die Gewohnheiten von Elektrofahrzeugnutzern meinte Rawlinson, dass der durchschnittliche Elektrofahrzeugnutzer an einem einzigen Tag nicht mehr als 500 Meilen zurücklegt. Er betonte die Nachfrage nach einer umfassenderen Ladeinfrastruktur der Stufe 2, insbesondere in Bereichen wie Apartmentkomplexen und Straßenparkplätzen. Der CEO ging auch auf die Auswirkungen auf die Umwelt ein und wies darauf hin, dass das Gleichstrom-Schnellladen möglicherweise nicht die umweltfreundlichste Wahl für den Planeten, das Stromnetz oder sogar die Autobatterie sei, weshalb das Laden über Nacht bevorzugt wird.

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2023-09-06 14:09