Tesla, Audi und Nissan glänzen im Winter-Range-Test

Während der Winter die Landschaft in eine kalte Umarmung hüllt, machen sich Besitzer von Elektrofahrzeugen auf die unvermeidliche Verringerung ihrer Reichweite gefasst. Es ist eine bekannte Tatsache, dass kaltes Wetter die Reichweite eines Elektrofahrzeugs beeinträchtigen kann, aber was Sie vielleicht überraschen wird, ist, dass nicht alle Elektroautos gleich sind, wenn es darum geht, den Reichweitenverlust im Winter zu bewältigen. Aktuelle Daten zum Batteriezustand und zum Datenstart Recurrent, gesammelt von 10.000 Elektrofahrzeugen und 18 verschiedenen Modellen, geben Aufschluss darüber, wie verschiedene Elektrofahrzeuge mit den Herausforderungen des Winters umgehen.

Bevor wir uns mit den Einzelheiten befassen, ist es wichtig zu verstehen, warum Elektrofahrzeuge bei kalten Temperaturen an Reichweite verlieren. Kaltes Wetter kann die chemischen und physikalischen Reaktionen innerhalb einer Batterie behindern, wodurch sie weniger effizient Energie freisetzt. Darüber hinaus bezieht die Innenraumheizung in Elektrofahrzeugen Energie aus der Hochspannungsbatterie, was die Reichweite weiter verringert. Allerdings sind moderne Elektrofahrzeuge häufig mit Wärmepumpen ausgestattet, die die Effizienz erhöhen und den Reichweitenverlust minimieren.

Laut der Analyse von Recurrent betrug die durchschnittliche beobachtete Reichweite von Elektrofahrzeugen unter winterlichen Bedingungen während der Wintersaison 2022–2023 70,3 % ihrer Reichweite unter optimalen Bedingungen. Diese Zahl berücksichtigt reale Variablen wie Klima, Gelände und Fahrmuster. Es ist erwähnenswert, dass sich diese Zahlen von den Schätzungen der Environmental Protection Agency (EPA) unterscheiden, die manchmal zu optimistisch sein können.

Tesla, Audi und Nissan glänzen im Winter-Range-Test

Unter den untersuchten Elektrofahrzeugen stach der Audi e-tron 2021–2022 (Audi Q8 e-tron ab MY2023) mit dem geringsten Reichweitenverlust bei kaltem Wetter hervor. Seine Winterreichweite war nur 16 % niedriger als seine normale Reichweite. Diese beeindruckende Leistung ist auf die frühe Einführung einer Wärmepumpe im e-tron zurückzuführen, die in der Lage ist, bis zu 3 Kilowatt Strom durch Umwandlung der Abwärme des Motors zurückzugewinnen.

Tesla, Audi und Nissan glänzen im Winter-Range-Test

Auch der Nissan Leaf 2019 zeigte bei kalten Bedingungen eine relativ geringfügige Verschlechterung der Reichweite. Bei 0 °C verlor es nur 23 % seiner Reichweite. Es ist erwähnenswert, dass ältere Leaf-Modelle aufgrund ihrer mangelhaften Wärmemanagementsysteme, wie z. B. Heizkörper, anfälliger für Temperaturschwankungen waren als neuere Modelle, die über Batteriewärmer verfügen. Interessanterweise haben einige Fahrer in Alaska nach den Erkenntnissen von Recurrent berichtet, dass sie mit ihren Leafs sehr zufrieden sind.

Auch Tesla-Fahrzeuge schnitten gut ab. Beim Model 3, Model Y und Model X kam es bei kaltem Wetter jeweils zu einem durchschnittlichen Reichweitenverlust von 24 %. Tesla stellte 2021 seine patentierte Wärmepumpe vor, die mehrere Innovationen wie einen „Superverteiler“ und ein „Oktoventil“ zur Steigerung der Effizienz beinhaltet. Auch Funktionen wie die Vorkonditionierung der Batterie tragen dazu bei, den Reichweitenverlust im Winter zu reduzieren.

Tesla, Audi und Nissan glänzen im Winter-Range-Test

Was die Daten von Tesla besonders vertrauenswürdig macht, ist die beträchtliche Stichprobengröße. Wiederholt analysierte Daten von satten 4.375 Model Ys, 4.576 Model 3s und 249 Model Xs. Die umfassenden Daten zur Winterreichweite von Recurrent umfassen auch andere beliebte Elektrofahrzeuge wie den Chevrolet Bolt, den Ford F-150 Lightning und den Volkswagen ID.4.

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2023-11-20 11:55