Tesla nimmt das vollständige autonome Fahren in China ernst

Mit einer neuen Ankündigung, die für Aufsehen sorgt, gibt Tesla Vollgas und strebt danach, seine FSD-Technologie (Full Self-Driving) auf den riesigen chinesischen Markt zu bringen. Einem aktuellen Bericht zufolge macht Tesla keine halben Sachen. Der EV-Riese mobilisiert ein engagiertes lokales Betriebsteam, das zunächst aus rund 20 Enthusiasten besteht, um FSD auf den größten EV-Markt der Welt zu bringen. Das Unternehmen hat bereits Ingenieure aus den USA entsandt, um sicherzustellen, dass das Team vor Ort die erforderliche technische Betreuung erhält.

Bevor Sie sich vorstellen, dass Autos ohne Fahrer durch Shanghais Straßen flitzen, sollten Sie Ihre Hüte festhalten. Die Geschichte hat noch viel mehr zu bieten. Tesla arbeitet nicht nur an seiner Technologie, sondern taucht auch tief in das Datenspiel ein. Tatsächlich baut das Unternehmen ein riesiges Datenkennzeichnungsteam auf, das möglicherweise Hunderte umfasst. Das Training des FSD-Algorithmus ist kein Kinderspiel; Es erfordert die Kennzeichnung und Verarbeitung einer riesigen Datenmenge.

Um ein guter Unternehmensbürger zu sein, hat Tesla Schritte unternommen, um die Bedenken hinsichtlich der Datenerfassung auszuräumen. Am 14. August wurde ein eigenes Rechenzentrum direkt innerhalb der Grenzen Chinas eingerichtet. Ziel ist es sicherzustellen, dass alle Daten, die von in China verkauften Tesla-Fahrzeugen stammen, in China bleiben.

Tesla nimmt das vollständige autonome Fahren in China ernst

FSD nach China zu bringen ist allerdings nicht so einfach wie die Rekrutierung von Ingenieuren und Datenspezialisten; Tesla muss zunächst eine befristete Lizenz erhalten, um FSD in der Stadt testen zu dürfen. Wenn zwei Wochen lang alles glatt läuft und die lokalen Größen zustimmend nicken, kann Tesla endlich die begehrte Qualifikation für Langzeittests in Händen halten. Und wie lange dauert dieser erste Bewerbungsprozess? Luftige drei Monate, behaupten die Experten.

Bereits am 12. Mai kam eine bemerkenswerte Erklärung eines Beamten aus Shanghai, in der er auf die Absicht der Stadt hinwies, die Zusammenarbeit mit Tesla zu verstärken. Diese Erklärung enthielt Erwähnungen von selbstfahrender Technologie und Robotik. Das darauffolgende Gerede war schwer zu ignorieren und wurde von vielen als subtiles Nicken Shanghais zur Unterstützung der FSD-Bemühungen von Tesla wahrgenommen.

Jedes Tesla-Auto, das derzeit vom Band läuft, ist mit der kostenlosen Basic Autopilot (BAP)-Software ausgestattet. Wer noch ein bisschen weitermachen möchte, kann sich für den Enhanced Autopilot (EAP) entscheiden oder auf die FSD-Software setzen – natürlich zu einem entsprechenden Preis. Apropos: Während der Preis der FSD-Software in den USA bei 14.000 Euro liegt, wird sie in China mit 64.000 CNY – das sind 8.200 Euro – etwas günstiger für den Geldbeutel.

Eine Analyse von CITIC Securities im Juni deutete darauf hin, dass die Situation für Teslas FSD günstig erscheint, um in China Fuß zu fassen. Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen. Probleme wie die Qualifikation für die Datenerfassung und die Einrichtung von Supercomputing-Zentren könnten jedoch einen Strich durch die Rechnung machen.

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2023-08-16 14:37