Fords neue EV-Plattform zielt auf den Mond, Ladestationen sind hoffentlich dabei

CES 2026

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Vor weniger als 16 Minuten aktualisiert

Früher war die Detroit Auto Show eine riesige, internationale Veranstaltung, aber diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. In diesem Jahr verließ sich Ford nicht auf auffällige Displays, um Aufmerksamkeit zu erregen. Stattdessen stellten sie sowohl auf der Automesse als auch mit einem zurückhaltenderen Auftritt auf der CES 2026 einen Plan vor, der sich weniger wie eine Vorschau auf zukünftige Autos anfühlt, sondern eher wie eine Strategie, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Jim Farley, CEO von Ford, erklärte kürzlich gegenüber InsideEVs, dass das Unternehmen vor einer so großen Herausforderung wie den Apollo-Missionen stehe. Auch wenn es übertrieben klingen mag, stellen die ehrgeizigen Ziele von Ford – darunter die neue Partnerschaft mit Red Bull Racing in der Formel 1 und die Entwicklung einer streng vertraulichen Plattform für Elektrofahrzeuge namens „Universal EV“ – wirklich ein gewaltiges Unterfangen mit unglaublich hohem Einsatz dar.

Das UEV-Projekt ist wohl das Projekt, das man im Auge behalten sollte

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Dabei handelt es sich nicht nur um ein neues Elektroauto von Ford – es stellt eine komplette Überarbeitung des Fahrzeugproduktionsprozesses dar. Diese neue Plattform wurde von einem engagierten Team aus Ingenieuren von Unternehmen wie Tesla, Apple und Rivian entwickelt und zielt darauf ab, die Probleme zu beseitigen, die ältere Autohersteller traditionell ausgebremst haben. Ziel ist es, bis 2027 einen erschwinglichen Elektro-Pickup im Wert von 30.000 US-Dollar zu liefern, der aus 20 % weniger Teilen besteht und über fortschrittliche Technologie für selbstfahrende Fähigkeiten verfügt und bereits ein Jahr nach seiner Markteinführung verfügbar sein wird.

Farley bestätigte, dass dies nicht mehr nur ein Konzept ist – Prototypen laufen bereits

Als Forscher, der diese Branche verfolgt, habe ich ein erhebliches Engagement beobachtet – Unternehmen reden nicht nur über Veränderungen, sie investieren auch massiv in sie. Wir sehen Fabriken, die völlig neu gestaltet und mit riesigen „Megacasting“-Maschinen ausgestattet sind, was deutlich zeigt, dass sie sich voll und ganz diesem neuen Ansatz verschrieben haben.

Der Weg bis hierher war schwierig. Ford musste einige schwierige Entscheidungen treffen, wie zum Beispiel die Einstellung der Pläne für die nächste Version des F-150 Lightning und die Rückkehr zu Hybridmotoren für größere SUVs. Diese Entscheidungen waren eine Bestätigung dafür, dass ihr bisheriger Ansatz nicht erfolgreich war. Jetzt rechnen sie damit, dass eine neue Elektrofahrzeugplattform endlich Gewinne erwirtschaften wird, in der Hoffnung, die Kosten niedrig genug zu halten, um mit großen chinesischen Unternehmen wie BYD konkurrieren zu können.

Die größte Herausforderung für Ford ist nicht technischer Natur, sondern der Druck eines sich verändernden Marktes. Angesichts der politischen Veränderungen und der Tatsache, dass Konkurrenten wie Geely in den USA mithalten wollen, kann sich Ford keinen Fehler erlauben. Diese neue Fahrzeugplattform – sei es für den nächsten Mustang Mach-E oder praktischere Lkw – stellt ein großes Risiko dar. Wenn es gelingt, könnte es Ford völlig verändern. Doch wenn es scheitert, wird die Zukunft des Unternehmens deutlich schwieriger.

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2026-01-19 07:27